Spielautomaten, schmutzige Geschäfte und Sex

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Vittorio Emanuel von Savoyen, Sohn des letzten italienischen Königs Umberto II, wurde wegen Verwicklung in schmutzige Glücksspiel-Geschäfte und wegen Ausbeutung von Prostituierten am Freitagabend in der Nähe des Lago di Como in Norditalien festgenommen.

„Spielautomaten, Geschäfte und Sex, er war der Anführer“, titelte die Zeitung „Corriere della Sera“ am Morgen nach der Festnahme. Ein Dutzend Verdächtige sitzen in Haft oder in Hausarrest und gegen ein weiteres Dutzend wird ermittelt. „Es handelt sich um Millionen-Geschäfte im Kasino-Milieu“, schreibt die Zeitung. Der Prinz habe mitgeholfen, Prostituierte aus Osteuropa ins Kasino-Milieu einzuführen und es gehe auch um Geldwäsche und um illegale Spielautomaten, die angeblich in Russland und Libyen verkauft worden sind.

Der 69-jährige Prinz wurde mit einer Polizeieskorte durch das ganze Land bis ins Gefängnis von Potenza im Süden gebracht. Vittorio Emanuel weist alles zurück: „Ich bin unschuldig“. Sohn Filiberto ist total bestürzt und drohte bereits einen Hungerstreik an.

Vittorio Emanuel war erst vor vier Jahren mit seiner Ehefrau Marina Doria und seinem Sohn nach 56 Jahren Exil in Genf nach Italien zurückgekehrt. 1946 schaffte Italien die Monarchie per Referendum ab. Damit das Parlament in Rom schliesslich die Rückkehr erlaubte, mussten die Savoyer die republikanische Verfassung anerkennen.


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